Serviceline
Serviceline Industrielle Sensoren
Tel.: 0621 776-1111
Fax: 0621 776-271111
Serviceline Explosionsschutz
Telefon: 0621 776-2222
Telefax: 0621 776-272222

Negative Hindernisse umfahren mit dem R2300

Mobile Roboter, oder auch fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF), nutzen für die Navigation in der Regel LiDAR-Sensoren. LiDAR steht für „Light Detection and Ranging“ – sprich Lasererfassung und Entfernungsmessung. Es handelt sich dabei um eine Methode zur Fernabtastung, die variable Entfernungen mithilfe von Licht in Form eines gepulsten Lasers misst. LiDAR hilft beim Orten, Navigieren und Umgehen von Hindernissen, sodass der Roboter seine Umgebung wahrnehmen und einen freien Weg wählen kann. Da mobile Roboter in immer mehr Branchen Anwendung finden, müssen sie in der Lage sein, neue, sich verändernde Umgebungen zu bewältigen. Zu den Herausforderungen in diesen Umgebungen zählt das Umfahren von Absenkungen oder Kanten, auch als negative Hindernisse bezeichnet.

Vermeiden von Absenkungen

Fast alle FTF werden auf negative Hindernisse wie Treppen, Vorsprünge, Plattformen oder Bordsteine stoßen. Wenn diese Hindernisse nicht erkannt werden, können die Roboter herunterstürzen, was zu Schäden, Positionsverlusten oder Verletzungen bei Menschen führen kann.

Häufig werden zur Erkennung des Bodens Single-Point-Lasersensoren verwendet, die dem FTF jedoch noch nicht genügend Informationen liefern. Die Sensoren sind in der Regel nach vorn gerichtet, um Höhenunterschiede zu erkennen. So bleibt zwar mehr Zeit zum Anhalten des Robotersteuerungssystems, allerdings kann es aufgrund des steilen Winkels schwierig sein, glänzende oder dunkle Oberflächen zu erkennen. Das liegt daran, dass die Optik nicht auf derartige Winkel ausgelegt ist. Da das Licht bei einem steilen Winkel sehr stark brechen kann, erreicht weniger Energie den Sensor.

Ohne diese Daten kann es schwierig sein, einen neuen Weg zu finden und entsprechend zu navigieren. So können zwar Bereiche mit Absenkungen erkannt und der Roboter daran gehindert werden, sich diesen zu nähern, doch in sich verändernden Umgebungen stößt das System an seine Grenzen.

Zusätzliche Navigationsunterstützung

Um Stürze zu vermeiden und Ihren Roboter immer in aufrechter Position zu halten, bietet der LiDAR-Sensor R2300 zusätzliche Navigationsunterstützung. Der Sensor ermöglicht eine Erfassung über vier Ebenen und in einer Entfernung von bis zu zehn Metern. Ihr FTF kann also gerade aus und auf die Fläche darunter schauen. Durch den zusätzlichen Erfassungsbereich kann der Sensor zudem Kanten oder Hindernisse bis zu viermal erkennen. So kann das FTF direkt vor ihm liegende Objekte besser umfahren und gleichzeitig die Konturen oder den fehlenden Boden darunter erkennen.

Der R2300 ist mit zwei Lasern ausgestattet. Ein sichtbarer roter Pilotlaser erleichtert die Installation, da die vier Ebenen in Bezug auf den Roboter visualisiert werden können. Dieser kann nach der Installation ausgeschaltet werden. Der zweite Laser ist ein Infrarotlaser, der die vier Ebenen während des Betriebs misst.

Mit seinen vier Scanebenen ermöglicht der R2300 LiDAR-Sensor von Pepperl+Fuchs ein zuverlässiges Navigieren, selbst unter schwierigen Umgebungen und bei negativen Hindernissen. Die Erfassung über mehrere Ebenen, die kompakte Baugröße und das optimale Preis-/Leistungsverhältnis machen den R2300 zu einer hervorragenden Lösung, um Ihre fahrerlosen Transportfahrzeuge vor Absenkungen zu schützen und in aufrechter Position zu halten.

Sie möchten weitere Informationen zu möglichen Applikationen des R2300?

Schauen Sie auf unsere Website: 3-D-LiDAR-Sensor R2300

Oder verschaffen Sie sich einen Überblick über die technischen Highlights des R2300 in unserem YouTube-Video: 3-D-LiDAR-Sensor | Mehrlagenscanner R2300 | Überblick

Twitter-Feed