Serviceline
Serviceline Industrielle Sensoren
Tel.: 0621 776-1111
Fax: 0621 776-271111
Serviceline Explosionsschutz
Telefon: 0621 776-2222
Telefax: 0621 776-272222
Home Blog Allgemein, Industrie 4.0 Was ist Industrie 4.0?

Was ist Industrie 4.0?

erstellt am: 16.10.2019 | von: | Kategorie(n): Allgemein, Industrie 4.0

Bild einer Produktionsstraße in der Automobilproduktion

Unter Industrie 4.0 wird allgemein die umfassende Digitalisierung der industriellen Produktion bis Losgr√∂√üe 1 verstanden. Dabei sollen der gesamte Produktionsablauf mit Menschen, Maschinen, Produkten, Fabrikanlagen sowie Logistikverfahren miteinander verbunden und Produktionsgeschwindigkeiten deutlich erh√∂ht werden. In diesem Blogbeitrag geben wir einen kurzen √úberblick √ľber die Entwicklung der industriellen Revolution und was Pepperl+Fuchs unter Industrie 4.0 versteht ‚Ķ 

Von der ersten bis zur vierten industriellen Revolution

Industrie 1.0 ‚Äď Mit Dampf zur Massenproduktion

Bild einer mechanisierten SpinnereiDie erste industrielle Revolution hatte ihren Ursprung im England des sp√§ten 18. Jahrhunderts und markierte den Beginn der maschinellen Fabrikproduktion von Waren durch Dampfmaschinen. Bereits im Jahr 1690 lie√ü der franz√∂sische Erfinder Denis Papin die erste Dampfmaschine patentieren, die auf dem einfachen Prinzip eines Zylinders beruhte, in dem sich Wasser und ein Kolben befanden. Durch Erw√§rmen und Abk√ľhlen des Zylinders wurde der Kolben dabei in Bewegung gesetzt. Die Abl√∂sung der Wasserkraft als Antrieb f√ľr Produktionsst√§tten fand jedoch erst Jahrzehnte sp√§ter statt, da der Wirkungsgrad f√ľr die Produktion in Fabriken zu niedrig war. Erst durch James Watt konnten 1776 der Wirkungsgrad der Dampfmaschine deutlich verbessert und gleichzeitig 60 % an Kohle f√ľr die Energiegewinnung eingespart werden. Durch dieses neue Kraftpotenzial war es m√∂glich, eine erste ‚ÄěMassenproduktion‚Äú und neue Industriezweige wie die Schwerindustrie, die Tuchherstellung sowie den Eisenbahnbau zu etablieren.

Industrie 2.0 ‚Äď Elektrizit√§t und Flie√üband

Flie√übandarbeiter in einem AutomobilunternehmenZu Beginn des 19. Jahrhunderts l√∂sten Elektrizit√§t und Verbrennungsmotoren den Dampf als Antriebskraft ab. In Kombination mit der Verbesserung der Flie√übandarbeit durch Henry Ford konnte so erstmals eine gro√ü angelegte industrielle Massenproduktion stattfinden. Zus√§tzlich wurde durch die Erfindung des Wechselstromgenerators von Nikola Tesla die Elektrifizierung von St√§dten m√∂glich. Eine allgemeine Steigerung der Lebensqualit√§t setzte ein, da nun statt Gaslampen die effizienteren Gl√ľhbirnen genutzt werden konnten und K√ľhlschr√§nke nicht mehr mit Eisbl√∂cken gek√ľhlt werden mussten. Auch die Erfindung des Diesel- und Benzinmotors geh√∂rte zu den bedeutendsten Meilensteinen in der zweiten industriellen Revolution. Durch sie wurden die Entwicklung und der Ausbau der Automobil- und Luftfahrtindustrie erm√∂glicht, wodurch die Welt ein wenig mehr zusammenr√ľckte.

Industrie 3.0 ‚Äď Automatisierung durch Computer

Roboter schwei√üen Karosserien zusammenDie dritte industrielle Revolution fand offiziell in den 1970er-Jahren statt, hatte ihre Vorl√§ufer jedoch bereits im 18. Jahrhundert mit der ‚ÄěAnalytical Engine‚Äú von Charles Babbage und ersten Theorien zur Programmierung von Maschinen durch Ada Lovelace. Gepr√§gt waren die 1970er-Jahre durch eine wachsende (Teil-) Automatisierung von Arbeitsabl√§ufen und einen zunehmenden Austausch menschlicher Arbeitskr√§fte durch Maschinen in der Reihenfertigung. Auch die k√ľnstliche Intelligenz r√ľckte von der Fiktion in die Realit√§t des Alltags, nachdem 1997 erstmals ein Computer den damalig amtierenden Weltmeister Garri Kasparow im Schachspiel besiegte.

Industrie 4.0 ‚Äď Vernetzung und Digitalisierung

Sensorik4.0 Logo von Pepperl+Fuchs

Unter Industrie 4.0 versteht Pepperl+Fuchs das Zukunftsszenario vollst√§ndig vernetzter Produktionssysteme, das durch den Austausch auch gro√üer Mengen von Daten sowohl innerhalb des Produktionsprozesses als auch ‚Äď √ľber die Cloud ‚Äď mit √ľbergeordneten Informationssystemen √ľber die Unternehmensgrenzen hinaus gepr√§gt ist. Im Vergleich zu den klassisch hierarchischen Kommunikationsstrategien (horizontal, vertikal) bieten die modern vernetzten Ans√§tze den Vorteil, dass Kommunikation zu jedem Zeitpunkt zwischen jedem Teilnehmer und jeder Hierarchieebene stattfinden kann. Diese mit Industrie 4.0 verbundene Abl√∂sung hierarchischer Maschinenkommunikation durch vernetzte Strukturen bringt einen wertvollen Nutzen mit sich: Anwendungsdaten von Feldger√§ten wie Sensoren und Aktoren k√∂nnen direkt und ohne Medienbr√ľche in unternehmenssteuernde IT-Systeme √ľbermittelt werden. Die daraus gewonnenen Informationen √ľber Leistung oder technische Zust√§nde von Maschine und Anlage erlauben das fr√ľhzeitige Eingreifen, bevor es zu Ausf√§llen oder ungewolltem Anlagenstillstand kommt. Die hierf√ľr n√∂tige Kommunikationsf√§higkeit der Sensoren ist ein wesentliches Merkmal von Sensorik4.0¬ģ: Unter diesem Begriff fasst Pepperl+Fuchs innovative Sensorl√∂sungen f√ľr den Einsatz in Industrie-4.0-Szenarien zusammen.

Mehr Informationen: