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Was sind die Unterschiede zwischen dem K- und H-System von Pepperl+Fuchs?

erstellt am: 27.03.2019 | von: | Kategorie(n): Explosionsschutz

F├╝r die sichere ├ťbermittelung von Signalen zwischen Feld- und Steuerungsebene stellt Pepperl+Fuchs mit dem K-System und dem H-System zwei umfangreiche Produktfamilien zur Verf├╝gung. Diese beinhalten eine gro├če Bandbreite an Interface-Modulen zur Signalkonvertierung und Trennung von eigensicheren und nicht eigensicheren Stromkreisen. Der folgende Beitrag erl├Ąutert die Unterschiede und Vorteile dieser beiden Systeme und beantwortet die Frage, f├╝r wen das jeweilige System am besten geeignet ist.

Was sind K- und H-System?

K- und H-System beinhalten eigensichere Barrieren, die zum Schutz eigensicherer Stromkreise in explosionsgef├Ąhrdeten Bereichen eingesetzt werden. Zudem umfasst das K-System auch Signaltrenner, welche die Signal├╝bertragung zwischen Feldger├Ąten im sicheren Bereich und der Steuerung durch galvanische Trennung sch├╝tzen.

H-System Termination Boards

H-System Termination Boards erm├Âglichen die direkte Verbindung zu DCS, SPS oder ESD mit Standard-Systemkabeln

Montage + Versorgung

Der auff├Ąlligste Unterschied zwischen beiden Systemen besteht in der Montage und der Versorgung der Module:

Die K-System-Ger├Ąte werden auf einer Hutschiene aufgeschnappt und ├╝ber Anschlussklemmen oder eine Power Rail versorgt, die gleichzeitig auch eine Sammelfehlermeldung ├╝bermittelt. Die Power Rail besteht aus einer Hutschiene und einem Kunststoffeinlegeteil mit integrierten Stromschienen, ├╝ber das ein Baustein Leistung einspeisen und Sammelfehlermeldungen entgegennehmen kann.

H-System-Module hingegen werden auf einem Termination Board verbaut, das wiederum auf einer Hutschiene montiert ist. Hierbei wird die Versorgung ├╝ber eine Anschlussklemme (mit Bus) mit dem Termination Board sichergestellt.

K-System-Trennbarriere

K-System-Trennbarrieren ├╝bertragen Signale in und aus explosiven Bereichen

Verdrahtung von Signalleitungen

Beim K-System kann bei der Verdrahtung der Signalleitungen auf abziehbare Schraubklemmen oder Federklemmen zur├╝ckgegriffen werden.

Beim H-System gibt es eine stehende Verdrahtung ├╝ber ein Termination Board (Schraubklemmen auf Feldseite und Sub-D-Stecker auf Steuerseite). F├╝r viele Leitsysteme stehen spezielle Systemstecker und -kabel zur Verf├╝gung.

F├╝r wen ist das jeweilige System geeignet?

Bei der Auswahl des richtigen Systems spielen nicht nur der Verdrahtungsaufwand und die Parametrierungsm├Âglichkeiten eine entscheidende Rolle, sondern auch der Einsatzbereich.

K-System

Das K-System besitzt eine gro├če Anzahl an Modulen f├╝r unterschiedlichste Signalformen und kann sowohl in explosionsgef├Ąhrdeten als auch in nicht explosionsgef├Ąhrdeten Bereichen eingesetzt werden. Hierbei spielt es keine Rolle, ob ein einfacher Schaltverst├Ąrker oder ein hochfunktionaler Baustein verbaut wird. Die Trennbausteine des K-Systems bieten auf der Steuerungsseite individuelle oder Einzelverdrahtung, sowie abziehbare Kontakte auf der Feld- und Steuerungsseite sowie Bedienelemente an der Ger├Ątefront. Die Module sind als 12,5 mm breite KC- sowie als 20 oder 40 mm breite KF-Version verf├╝gbar.

Folgende Vorteile finden sich beim K-System

Einfache und flexible Montage und Versorgung

  • einfache Befestigung der Module durch Aufschnappen auf das Power Rail
  • Mischanwendungen von Ex- und Nicht-Ex-Modulen auf nur einer Schiene m├Âglich
  • Wegfall aufw├Ąndiger Einzelverdrahtung
  • Sammelfehlermeldung ├╝ber Power Rail, einfache Erweiterungsm├Âglichkeit

Einfache Wartung

  • interne Diagnosefunktion
  • abziehbare Klemmenbl├Âcke mit Pr├╝fbuchsen

Hohe Verf├╝gbarkeit

  • Leitungsfehlererkennung von Feldkreisen

H-System

Das H-System bietet eine Termination-Board-basierte Schnittstellenl├Âsung f├╝r gro├če Anlagen und Anlagen im direkten Verbund zu DCS– (Prozessleittechnik) /ESD– (Emergency-Shut-Down) Systemen. Die Termination Boards verbinden das Leitsystem ├╝ber Systemstecker, die eine fehlerfreie, schnelle Verdrahtung gew├Ąhrleisten. Die Trennbarrieren sind als HiC-Module mit 12,5 mm Breite f├╝r kompakte Single-Loop-Integrit├Ąt oder als mehrkanalige HiD-Module mit 18 mm Breite f├╝r h├Âchste Packungsdichte verf├╝gbar. Um gr├Â├čtm├Âgliche Sicherheit zu gew├Ąhrleisten, sind die eingesetzten Termination Boards zusammen mit den dazugeh├Ârigen Komponenten f├╝r den Betrieb von gro├čen Anlagen ausreichend getestet und optimal auf die jeweilige Prozessleittechnik angepasst.

Folgende Vorteile finden sich beim H-System

Leitsystem-Integration

  • Vorkonfektionierte, spezifische Systemstecker am Termination Board garantieren schnelle und betriebssichere Anbindung der Signale an Automatisierungssysteme (DCS, ESD) und senken den Aufwand f├╝r Planung und Verkabelung, Montage, Inbetriebnahme und Dokumentation
  • Leitsystem-spezifische L├Âsungen sind schaltschrankoptimiert und an Original-Hardware der Leitsystemhersteller getestet, Testberichte verf├╝gbar

Einfache und flexible Montage

  • werkzeuglose Montage, einfaches Aufschnappen der Module auf vorverdrahteten Termination Boards

Zusammenfassung

Die auff├Ąlligsten Unterscheidungsfaktoren zwischen K- und H-System liegen in ihrem Verdrahtungsaufwand und dem Anwendungsbereich. F├╝r Mischanwendungen in explosionsgef├Ąhrdeten und nicht explosionsgef├Ąhrdeten Bereichen ist das K-System geeignet, da es sich durch eine flexible Montage auf einer Power Rail auszeichnen. Hierbei bieten die Trennbausteine des K-Systems auf der Steuerungsseite individuelle oder Einzelverdrahtung, abziehbare Kontakte auf der Feldseite sowie Bedienelemente an der Ger├Ątefront an. In explosionsgef├Ąhrdeten Bereichen gro├čer Anlagen und Anlagen im direkten Verbund zu DCS– (Prozessleittechnik) /ESD– (Emergency-Shut-Down) Systemen kann auf das H-System zur├╝ckgegriffen werden, dessen Bausteine werkzeuglos auf Termination Boards montiert werden.

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