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HMI und Virtualisierung in der Prozessautomation Teil 2/2: Funktionsweise und Vorteile

erstellt am: 15.01.2019 | von: | Kategorie(n): HMI

Welche Vorteile hat die Virtualisierung für die Prozessautomatisierung?

1. Zentrale Verwaltung und Reduzierung der Hardware-Kosten

Die Vir­tu­al­isierung ermöglicht eine zen­trale Ver­wal­tung der Serv­er, deren Betrieb­ssys­teme und App­lika­tion­ssoft­ware. Die Aus­führung aller Anwen­dun­gen auf nur weni­gen Host-Servern vere­in­facht die Ver­wal­tung dieser Sys­teme wesentlich. Auf der Hard­ware­seite muss nur ein sehr begren­zter Satz von Hard­ware-Kom­po­nen­ten gewartet wer­den. Auf Soft­ware­seite beste­ht der Hauptvorteil darin, dass leis­tungsstarke Tools ver­füg­bar sind, die die Ver­wal­tung mehrerer virtueller Maschi­nen (VM) ermöglichen.

Die Umwand­lung physis­ch­er Com­put­er (Work­sta­tions und Serv­er) in virtuelle Maschi­nen, die auf weni­gen physis­chen Host-Servern aus­ge­führt wer­den, opti­miert die Ver­wen­dung von ver­füg­baren Hard­ware-Ressourcen. Die Host-Hard­ware kann effizien­ter genutzt wer­den und die Hard­ware kann dynamisch den VMs zugewiesen wer­den, in Abhängigkeit von ihren Leis­tungsan­forderun­gen. Auf diesem Wege wer­den die Hard­ware-Kosten reduziert.

 

2. Hohe Anwendungsflexibilität und Verfügbarkeit

Des Weit­eren erhöht die Vir­tu­al­isierung die Anwen­dungs­flex­i­bil­ität und Ver­füg­barkeit. Hier­bei vere­in­facht die zen­trale Ver­wal­tung vir­tu­al­isiert­er Automa­tisierungssys­teme die Ein­führung neuer Anwen­dun­gen und beste­hen­der Sys­teme. Neue Soft­ware­ver­sio­nen müssen nur auf ein­er Mas­ter-VM instal­liert wer­den und kön­nen dann dupliziert wer­den. Die Vir­tu­al­isierung bringt einen weit­eren Vorteil: Neue Anwen­dun­gen kön­nen offline, in ein­er sep­a­rat­en Test-VM, getestet wer­den. Die Test-VM läuft dabei isoliert von den anderen VMs, die online in der Pro­duk­tion ver­wen­det wer­den. Wenn alle Anwen­dun­gen getestet wur­den, kann die Test-VM ein­fach mit einem Klick bere­it­gestellt wer­den, sodass die Anwen­dun­gen für die Benutzer ver­füg­bar sind.

 

Wie kann die Systemrobustheit erhöht werden?

Wie auch bei herkömm­lichen Server­in­fra­struk­turen, ermöglichen es vir­tu­al­isierte Sys­teme, redun­dante Serv­er einzuricht­en, um die Sys­tem­ro­bus­theit zu erhöhen. Wenn ein­er der physis­chen Host-Serv­er aus­fällt, kön­nen die VMs automa­tisch auf einen alter­na­tiv­en physis­chen Host-Serv­er ver­legt wer­den. Auf diese Weise kön­nen Admin­is­tra­toren Server­las­ten lokal oder aus der Ferne (remote) aus­gle­ichen und beschädigte Geräte kön­nen zur Reparatur frei gegeben wer­den. All das kann mit min­i­malen oder sog­ar ohne Aus­fal­lzeit­en erre­icht wer­den. Mit ein­er herkömm­lichen Server­struk­tur, bei der die Betrieb­ssys­teme stark an ihre physis­che Server­hard­ware gekop­pelt sind, wäre es nicht möglich.

 

Längere Anwendungslebensdauer

Zudem garantiert die Vir­tu­al­isierung eine län­gere Anwen­dungslebens­dauer. Viele Branchen haben mit dem Leben­szyk­lus ihrer Com­put­er­hard­ware und –soft­ware zu kämpfen. Die Benutzer sind gezwun­gen kost­spielige Hard­ware- und Betrieb­ssytem-Upgrades und Revi­sio­nen durchzuführen oder das Risiko einzuge­hen, dass nicht unter­stützte und ver­al­tete Kom­po­nen­ten und Sys­teme beibehal­ten wer­den. Die Anbi­eter der Vir­tu­al­isierungssys­teme aktu­al­isieren ihre Vir­tu­al­isierungssoft­ware, die auf der neuesten Hard­ware läuft und eine Vielzahl von Gast­be­trieb­ssys­te­men unter­stützt kon­tinuier­lich. Es kön­nen erhe­bliche Einsparun­gen erzielt wer­den, da den Benutzern durch die Vir­tu­al­isierung ermöglicht wird, ihre Lega­cy-Soft­ware für viele weit­ere Jahre zuver­läs­sig zu nutzen, obwohl sie virtuell auf neuer­er Hard­ware einge­set­zt wird. Vorhan­dene Hard­ware mit aus­re­ichen­der Rechen­leis­tung kann auch für neue Anwen­dungs­bere­it­stel­lun­gen ver­wen­det wer­den.