Serviceline
Serviceline Industrielle Sensoren
Tel.: 0621 776-1111
Fax: 0621 776-271111
Serviceline Explosionsschutz
Telefon: 0621 776-2222
Telefax: 0621 776-272222
Home Blog HMI HMI und Virtualisierung in der Prozessautomation Teil 2/2: Funktionsweise und Vorteile

HMI und Virtualisierung in der Prozessautomation Teil 2/2: Funktionsweise und Vorteile

erstellt am: 15.01.2019 | von: | Kategorie(n): HMI

Welche Vorteile hat die Virtualisierung für die Prozessautomatisierung?

1. Zentrale Verwaltung und Reduzierung der Hardware-Kosten

Die Virtualisierung ermöglicht eine zentrale Verwaltung der Server, deren Betriebssysteme und Applikationssoftware. Die Ausführung aller Anwendungen auf nur wenigen Host-Servern vereinfacht die Verwaltung dieser Systeme wesentlich. Auf der Hardwareseite muss nur ein sehr begrenzter Satz von Hardware-Komponenten gewartet werden. Auf Softwareseite besteht der Hauptvorteil darin, dass leistungsstarke Tools verfügbar sind, die die Verwaltung mehrerer virtueller Maschinen (VM) ermöglichen.

Die Umwandlung physischer Computer (Workstations und Server) in virtuelle Maschinen, die auf wenigen physischen Host-Servern ausgeführt werden, optimiert die Verwendung von verfügbaren Hardware-Ressourcen. Die Host-Hardware kann effizienter genutzt werden und die Hardware kann dynamisch den VMs zugewiesen werden, in Abhängigkeit von ihren Leistungsanforderungen. Auf diesem Wege werden die Hardware-Kosten reduziert.

 

2. Hohe Anwendungsflexibilität und Verfügbarkeit

Des Weiteren erhöht die Virtualisierung die Anwendungsflexibilität und Verfügbarkeit. Hierbei vereinfacht die zentrale Verwaltung virtualisierter Automatisierungssysteme die Einführung neuer Anwendungen und bestehender Systeme. Neue Softwareversionen müssen nur auf einer Master-VM installiert werden und können dann dupliziert werden. Die Virtualisierung bringt einen weiteren Vorteil: Neue Anwendungen können offline, in einer separaten Test-VM, getestet werden. Die Test-VM läuft dabei isoliert von den anderen VMs, die online in der Produktion verwendet werden. Wenn alle Anwendungen getestet wurden, kann die Test-VM einfach mit einem Klick bereitgestellt werden, sodass die Anwendungen für die Benutzer verfügbar sind.

 

Wie kann die Systemrobustheit erhöht werden?

Wie auch bei herkömmlichen Serverinfrastrukturen, ermöglichen es virtualisierte Systeme, redundante Server einzurichten, um die Systemrobustheit zu erhöhen. Wenn einer der physischen Host-Server ausfällt, können die VMs automatisch auf einen alternativen physischen Host-Server verlegt werden. Auf diese Weise können Administratoren Serverlasten lokal oder aus der Ferne (remote) ausgleichen und beschädigte Geräte können zur Reparatur frei gegeben werden. All das kann mit minimalen oder sogar ohne Ausfallzeiten erreicht werden. Mit einer herkömmlichen Serverstruktur, bei der die Betriebssysteme stark an ihre physische Serverhardware gekoppelt sind, wäre es nicht möglich.

 

Längere Anwendungslebensdauer

Zudem garantiert die Virtualisierung eine längere Anwendungslebensdauer. Viele Branchen haben mit dem Lebenszyklus ihrer Computerhardware und –software zu kämpfen. Die Benutzer sind gezwungen kostspielige Hardware- und Betriebssytem-Upgrades und Revisionen durchzuführen oder das Risiko einzugehen, dass nicht unterstützte und veraltete Komponenten und Systeme beibehalten werden. Die Anbieter der Virtualisierungssysteme aktualisieren ihre Virtualisierungssoftware, die auf der neuesten Hardware läuft und eine Vielzahl von Gastbetriebssystemen unterstützt kontinuierlich. Es können erhebliche Einsparungen erzielt werden, da den Benutzern durch die Virtualisierung ermöglicht wird, ihre Legacy-Software für viele weitere Jahre zuverlässig zu nutzen, obwohl sie virtuell auf neuerer Hardware eingesetzt wird. Vorhandene Hardware mit ausreichender Rechenleistung kann auch für neue Anwendungsbereitstellungen verwendet werden.