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Vier verschiedene Wege, einen Ultraschallsensor zu programmieren

erstellt am: 26.06.2017 | von: | Kategorie(n): Ultraschallsensoren

Beim Einsatz von Ultraschallsensoren kann die Einstellung bzw. die Programmierung ein wesentlicher Teil einer Anwendung sein. Unabhängig vom Einsatzzweck muss der Ultraschallsensor so eingestellt sein, dass er den genauen Anforderungen Ihrer Applikation entspricht. Dadurch lässt sich das volle Potenzial eines Geräts ausschöpfen. Kunden fragen zum Beispiel oft nach der Einstellung des Schaltabstands, der zu berücksichtigenden Blindzone oder den Anpassungsmöglichkeiten hinsichtlich der Analogausgangsgrenzwerte. Bei Fragen wie diesen lautet die Antwort meist: Einstellung bzw. Programmierung.

Es gibt verschiedene Wege, einen Ultraschallsensor auf die Anwendung anzupassen, von der Einstellung per Schraubenzieher bis zur Softwareparametrierung. Ohne die verschiedenen verfügbaren Programmiermöglichkeiten zu verstehen, ist es nur schwer möglich, die geeignete Variante zu wählen.

Deshalb fassen wir hier kurz die Programmiermöglichkeiten unserer Ultraschallsensoren zusammen:

  • Potentiometer
  • Integrierte Drucktasten
  • Software
  • SmartBridge

Welche dieser Optionen ist die richtige für Sie? Lassen Sie uns einen näheren Blick darauf werfen.

1. Potentiometer

Beginnen wir mit der einfachsten Form der Einstellung von Ultraschallsensoren. Das Potentiometer ist ein rotierender Kontakt, der Ihnen die Möglichkeit bietet, einen Schaltpunkt oder eine Analoggrenze zu verschieben. Für eine kürzere Distanz muss es einfach nach links, für eine längere Distanz nach rechts gedreht werden. Die offenkundige Tatsache, dass jeder weiß, wie man einen Schraubenzieher oder einen Einstellknopf bedient, macht diese Methode natürlich sehr beliebt. Der einzige Nachteil ist, dass sie allein zur Einstellung eines Schaltpunktes oder einer Analoggrenze dient. Ein Beispiel für ein Produkt, das ein Potentiometer verwendet, ist der UC2000-30GM70-2E2R2-V15.

2. Integrierte Drucktasten

Ein weiterer, einfacher Weg, Ultraschallsensoren zu programmieren, sind integrierte Drucktasten. Viele unserer Produkte, wie z. B. der UC6000-30GM-2EP-IO-V15, verfügen über ein Drucktasten-Bedienmenü. Augenscheinlich einfach zu bedienen sind sie häufig komplexer als gedacht. Diese Komplexität führt jedoch – verglichen mit einem Potentiometer – zu mehr Lösungsmöglichkeiten für Anwendungsprobleme. Beispielsweise können Sie Ihre Ausgänge von „Schließer“ zu „Öffner“ ändern, die Breite der Schallkeule anpassen, Ausgangsmodi ändern und vieles mehr! Bei Verwendung der Drucktasten empfiehlt sich der vorherige Blick in die Betriebsanleitung, in der dokumentiert ist, wie die Parameter jeweils eingestellt werden. Der Programmiervorgang kann von Modell zu Modell abweichen. Zu jedem unserer Produkte finden Sie ein Datenblatt und eine Betriebsanleitung auf der Webseite unter der Registerkarte Dokumente, sodass Sie schnell die benötigten Informationen erhalten.

3. Software

Es gibt eine Vielzahl von Softwaremöglichkeiten zur Parametrierung Ihres Ultraschallsensors. Viele Unternehmen bieten ihre eigene Software, so auch Pepperl+Fuchs. Nachstehend folgen einige Möglichkeiten.

ULTRA-PROG-IR ist ein umfangreiches Programm zur Konfiguration von Ultraschallsensoren. Um ULTRA-PROG-IR verwenden zu können, schließen Sie das UC-18/30GM-IR-USB-Schnittstellenkabel an den Sensor an. Die Software ist sehr benutzerfreundlich und verfügt, als angenehme Besonderheit, über anschauliche Grafiken, die am Computer generiert werden und Ihnen ermöglichen, die gemessene Distanz sowie Blindzonen zu sehen. Diese Grafiken sind bei der Fehlerbehandlung und bei der Kontrolle des vom Sensor gemessenen Targetabstands sehr hilfreich. Die Software bietet im Vergleich zu den Drucktasten einige zusätzliche Einstellmöglichkeiten. Dazu zählen etwa die Speicherung von Parametrierdatensets in Form einer Datei, Filter- sowie Auswertealgorithmen, Daten-Logging, Messschreiber, Sicherung der aufgezeichneten Daten und vieles mehr. Die Software ist an vielen Sensoren anwendbar, so zum Beispiel dem UC2000-30GM70-2E2R2-V15.

ULTRA-PROG-IR-Software-Interface

Eine andere Möglichkeit der Programmierung ist PACTware, eine Open-Source-Software. Über PACTware können ebenfalls die Betriebsart des Sensors sowie viele weitere Parameter konfiguriert werden. Um via PACTware auf die Sensorparameter zugreifen zu können, muss zunächst jedoch der für das zu parametrierende Gerät spezifische DTM installiert werden. Diesen finden Sie auf der Webseite des jeweiligen Gerätes unter der Registerkarte „Software“. Darüber hinaus ist ein für den Sensor passender Programmieradapter erforderlich, wie z. B. der UC-PROG1-USB für Sensoren mit serieller Schnittstelle oder der USB-IO-Link-Master02 für Sensoren mit IO-Link-Schnittstelle. Sobald der Sensor korrekt verbunden ist, können Sie das volle Potential des jeweiligen Sensors ausschöpfen. Ein Produkt wie der UC4000-30GM-2EP-IO-V15 lässt sich mithilfe dieser Software programmieren.

PACTware-Software-Interface

4. SmartBridge

Die Verwendung der SmartBridge im Zusammenspiel mit IO-Link-kompatiblen Geräten, wie dem UC2000-30GM-IUEP-IO-V15macht die Programmierung von Sensoren einfach und bequem. SmartBridge erlaubt eine Bluetooth-Verbindung zu diesen Sensoren, wobei das Smartphone als Controller fungiert. Die SmartBridge kann in verschiedene Modi eingestellt werden, typischerweise lässt sich jedoch eine Programmierung einfach im Master-Offline-Modus durchführen. Sie können über die App Betriebsparameter festlegen, Betriebsarten ändern und auch alle weiteren Sensorparameter einstellen. Die App kann in Google Play oder im Apple App Store heruntergeladen werden. Sofern die SmartBridge in der Anlage verbaut bleiben soll, wird für jeden Sensor eine eigene SmartBridge benötigt.

SmartBridge-Adapter und grafische Oberfläche der Smartphone-App

Dass es bei der Auswahl an vorhandenen Programmiermöglichkeiten nicht den einen Königsweg gibt, muss kein Nachteil sein. Dank dieser Vielfalt sind Sie in der Lage, die individuell für Sie und Ihre Applikation passende Vorgehensweise zu finden!

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