Serviceline
Serviceline Industrielle Sensoren
Tel.: 0621 776-1111
Fax: 0621 776-271111
Serviceline Explosionsschutz
Telefon: 0621 776-2222
Telefax: 0621 776-272222
Home Blog Feldbus Feldbus – die digitale Alternative für reibungslose Prozesse

Feldbus – die digitale Alternative für reibungslose Prozesse

erstellt am: 09.02.2016 | von: | Kategorie(n): Feldbus

„The elephant in the room“ – diese englische Redewendung beschreibt ein Problem, über welches sich jeder Prozessautomatisierer im Klaren ist, das aber ungern angesprochen wird. In diesem Zusammenhang greift James Powell, Senior Product Specialist Industrial Communications bei Siemens, die Signalqualität mit 4… 20 mA in einem Blog-Artikel auf. Laut seiner These ignorieren viele Anwender die potenziellen Konsequenzen, die von der allgemein bekannten, möglichen Verschlechterung des 4…20-mA-Signals ausgehen – vor allem da der Qualitätsverlust recht schwer zu erkennen ist. Dies mag der Grund sein, warum niemand den sprichwörtlichen Elefanten in der Leitwarte zur Kenntnis nehmen will!

Signalkonvertierung als Fehlerquelle

Heutige Feldgeräte verwenden nahezu ausnahmslos Digitaltechnik. Für den Betrieb mit konventioneller 4…20-mA-Technologie bedeutet dies jedoch, dass die Geräte den internen digitalen Wert zur Übertragung in einen analogen Wert umwandeln müssen und die Steuerung diesen wieder digitalisiert. Dadurch kann es zu Ungenauigkeiten kommen. In seinem Blogartikel stellt James Powell ausführlich dar, welches Maß an Genauigkeit mit der 4…20-mA-Technologie erreichbar ist und welche Fehler damit einhergehen können. Mithilfe von digitalen Feldbusprotokollen wie PROFIBUS, PROFINET oder FOUNDATION Fieldbus lassen sich diese Ungenauigkeiten vermeiden.

Im Vergleich zur konventionellen Signalübertragung ist die Kommunikation auf Feldbusbasis weniger fehleranfällig. Wie in der obigen Abbildung dargestellt, wird das Messsignal nur einmal umgewandelt und direkt in das Feldgerät weitergeleitet. Eine Verfälschung der Messwerte durch A-D- und D-A-Konvertierungen bleibt aus. Die Feldbustechnik erlaubt also eine höhere Übertragungsgenauigkeit – und auch feinere Auflösung – als dies mit 4…20 mA realisierbar ist. Darüber hinaus können Anwender so verschiedene Messungen von mehreren Messgeräten übertragen.

Wassereinbrüchen mit Feldbus-Technologie vorbeugen

James Powell beschreibt, dass Wassereintritt große Schwankungen in der Genauigkeit verursachen kann, die beim Einsatz von 4…20-mA-Geräten nicht erkannt werden. In diesem Fall wird auch das elektrische Signal des Feldbustelegramms verfälscht. Der mit dem Feldbus digital übertragene Wert kann aber nicht schwanken. Sollte das Telegramm tatsächlich beschädigt sein, wird dies über eine Prüfsumme erkannt und die Übertragung automatisch wiederholt.

Der Aufbau einer qualitativ guten physikalischen Schicht verhindert Signalverfälschungen von Beginn an. Dazu ist eine Prüfung der Installation hilfreich. Mit dem Feldbus-Diagnosehandheld FDH-1 geht dies einfach von der Hand. Integrierte Assistenten automatisieren die Inbetriebnahme und Dokumentation. Das FDH-1 kann das Segment online überwachen und Störungen in Echtzeit erkennen. Das eingebundene Expertensystem erlernt und interpretiert elektrische Messwerte sowie das Verhalten jedes Segments. Das Wartungspersonal erhält so leicht verständliche Informationen über Schwächen der Installation und kann eingreifen, bevor die Produktion gefährdet ist. Selbst für Anwendungen, in denen die Gefahr des Wassereinbruchs besonders groß ist, bietet Ihnen Pepperl+Fuchs die ideale Sensorlösung. Der Gehäuseleckagesensor (ELS-1) erkennt zuverlässig eindringendes Wasser in Feldgerätegehäusen oder Feldbusverteilern. Negative Auswirkungen auf die Anlagenleistung lassen sich damit leicht vermeiden.

Seit mehr als 25 Jahren praxiserprobt

Sie sehen, selbst schwierige Umgebungsbedingungen können das robuste digitale Signalübertragungssystem nicht beeinträchtigen. Nicht zuletzt aus diesem Grund haben Feldbussysteme ihre Praxistauglichkeit hinlänglich bewiesen: Über 25 Jahre Feldeinsatz und mehr als 60 Millionen installierte Feldgeräte sprechen für die Ausgereiftheit und Stabilität der Technologie. In Bezug auf Genauigkeit, Diagnosemöglichkeiten und Verdrahtungsaufwand bieten Feldbusse also eine echte Alternative zur herkömmlichen 4…20-mA-Signalübertragung.

Wollen Sie angesichts dieser Argumente weiterhin den großen Elefanten in Ihrem Leittechnikschrank ignorieren? Es lohnt sich, darüber nachzudenken … unsere Experten freuen sich auf Ihre Nachricht!

 

Kommentar schreiben

Kommentar

Newsletter

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter und erhalten Sie regelmäßig Neuigkeiten und Wissenswertes aus der Welt der Automation.
Die Anmeldung ist kostenlos
Twitter-Feed